Nele Immer
(Violoncello, Hamburg)

Nils Rabente
(Piano, Bielefeld)

Fluz schaffen mit ihrer Musik das, was nur wenigen anderen Musiker*innen gelingt – für einen Moment das Hier und Jetzt vergessen und mit Haut und Haar eintauchen in eine andere Welt. Die beiden Freunde zeichnen ihren Hörer*innen mit ihren Kompositionen gewaltige Bilder auf und nehmen sie mit in unbekannte Klangwelten.

Dazu brauchen sie nicht mehr als ein Klavier und ein Violoncello – und vielleicht den Vorteil einer jahrelangen Freundschaft. So können sie sich in Improvisationen verlieren, musikalisch fallen lassen und doch immer wieder zurück zum Fokus ihrer eigenwilligen Kompositionen zurückfinden.

Bereits seit 2012 machen Fluz miteinander Musik. Was anfangs eher als ein Austesten vom musikalischen Miteinander begann, wurde schnell zu dem einzigartigen Sound, für den die Beiden heute bekannt sind: „Irgendetwas zwischen Pop, Klassik und Jazz, Filmmusik, Instrumental, Klangkunst und Improvisation“. Eine große stilistische Spielwiese, auf der sich Fluz auch nicht auf eine bestimmte Richtung festlegen möchten:

„Wir wollen uns auch ganz bewusst Platz lassen für unsere Musik. Es ist super spannend, weil unsere Lieder auch ganz oft erst im Live-Prozess entstehen. Es gibt meist eine einfache Melodie, die immer wieder aufgegriffen wird. Das Ende bleibt dabei aber offen. Wenn wir mal mutiger und gut gelaunt sind, können wir auch eher ausbrechen und verspielter werden. Es kommt eben immer auf die Tagesform und Stimmung von uns an.“

Mit ihrem neuesten Album „Sun and Moon“ gehen Fluz nun einen Schritt weiter. In sechs Stücken schaffen es die beiden Musiker*innen, ihre Zuhörer*innen abzuholen und Emotionen zu entfesseln. Ein mitreißendes Auf und Ab der Gefühle, eingebettet in teils düstere, nachdenkliche Klänge, die sich im nächsten Moment in energiegeladenen, optimistisch anmutenden Kompositionen entladen.

Der Titel des Albums ist dabei nicht zufällig gewählt: „Wir haben ganz lange nach einem Bild gesucht, das zwei Kräfte widerspiegelt, die sich immer wieder begegnen aber auch für sich Alleine stehen. Sonne und Mond stehen für Wandel und Wechsel, den Widerspruch Nähe und Distanz. Das fanden wir spannend, weil wir auch zu zweit sind, zwei Instrumente haben und zusammen auf der Bühne interagieren.“
Mit diesem spannenden Paradigmenwechsel, ihren kraftvollen Improvisationen und den buntesten Klangfarben schaffen es Fluz, ihre Hörer*innen für einen Moment die Realität vergessen zu lassen – vielleicht genau das, was wir gerade alle dringend brauchen.

© Sarah Eckerlein


„Klavier und Violoncello treten in einen Dialog, überlassen sich dabei immer wieder die Führungsrolle. Klar gesetzte Töne vom Piano. Immer wiegt mit und beginnt dann mit dem Cello die Melodien aufzunehmen. Die Kompositionen sind improvisiert, fast körperlich spürbar ist das Sich-aufeinander-einlassen. […] Geschickt verweben die beiden Musiker ihre ruhigen, aber dennoch intensiven Melodienbögen, nehmen die Zuhörer mit auf ihrem Weg durch die Bildwelten, die die Musik vor den Augen der Zuhörern entstehen lässt. Würden in Deutschland File wie „Amélie“ gedreht- der Soundtrack könnte von „Fluz“ sein.“

(Neue Westfälische Zeitung)